Und nochwas zur Toleranz:
Wissen die, die immer Toleranz allem und jedem gegenüber fordern eigentlich, dass es im Grunde wenig schmeichelhaft ist, von anderen mit Toleranz bedacht zu werden? Was man toleriert, ob nun Zustand, Ansicht oder Person, das nimmt man hin, das erträgt man (lateinisch tolerare: ertragen, aushalten und toles: die Last). Im Umkehrschluss ist man doch dann für den, der einen toleriert, erst einmal lästig, eben eine Last. Anders müsste er nicht erst mit Toleranz aufwarten, sondern könnte einem gleich Respekt entgegenbringen.

2 Comments:
So hab ich das noch gar nie betrachtet... aber da is was wahrs dran
Eine personenbezogene Respektfülle ist ja in dem Fall kein Kontraindikator zum Toleranzgebaren, sondern für meine Begriffe eher ähnlicher Natur in der Aufwartung gegenüber Menschen. Physikalisch-technisiert betrachtet beschreibt Toleranz das erlaubte Abweichen von der DIN-Norm, um damit deutlich zu machen, daß dennoch der Grenzumfang nicht verletzt wird. Intoleranz dagegen verläßt diese Weisung und bastelt die Grenzwerte um, nach eigenem Gutdünken ... dies wäre gelebte "Respektlosigkeit". Denn damit würde die Eitelkeit des Einzelmenschen zum Tragen kommen und den persönlichen Scheffel als Maß aller Dinge betrachten, ihn dazu erheben. Aber tolerante Menschen ertragen selbst das ... der feine Unterschied. Gruß!
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